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Heizungsmodernisierung: Brennwertkessel oder Pelletsheizung


Heizungsmodernisierung in Altbauten

Steigende Energiepreise und die Forderung nach umweltfreundlicheren Technologien, vielfach auch durch den Gesetzgeber, verursachen bei Besitzern von Altbauten einen Handlungsbedarf, was Maßnahmen zur Modernisierung ihrer Immobilien betrifft. Was ist besser? Moderne Brennwertkessel oder eine Pelletsheizung?

  • Bauherren fühlen sich überfordert

Wer sich an einen Energieberater wendet, erhält viele unterschiedliche Empfehlungen, die vom Heiz- und Lüftungsverhalten über eine Verbesserung der Wärmedämmung von Dach, Fassade und Fenstern bis zur Sanierung der Heizungsanlage reichen. Bauherren fühlen sich häufig davon überfordert, zu entscheiden, welche Maßnahmen sinnvollerweise zuerst ergriffen werden sollen, um den Geldbeutel und die Umwelt am schnellsten und effektivsten zu schonen, ohne ihr zumeist begrenztes Budget zu sprengen.

  • Die wichtigste Maßnahme ist der Austausch des alten Heizkessels

Die größte Energieeinsparung erreicht man ohne Zweifel, wenn man gleichzeitig mit der Heizungsmodernisierung auch die Wärmedämmung der Bauteile seines Hauses verbessert. Wenn jedoch nicht alles gleichzeitig umgesetzt werden kann, ist die erste wirksame Maßnahme der Austausch des alten Heizkessels. Moderne Brennwertkessel zeichnen sich durch einen hohen Nutzungsgrad über eine breite Spanne der Auslastung aus. Würde zuerst die Wärmedämmung erneuert, hätte das bei einem alten Kessel eine Verschlechterung des Nutzungsgrades zur Folge. Gleichzeitig könnte die gedrosselte Leistung für die ausreichende Erwärmung der alten Heizkörper unter Umständen nicht mehr ausreichend sein.

  • Brennwertkessel für Gas und Öl liegen im Trend

Wer sich für eine Erneuerung der Heizungsanlage entscheidet, hat mittlerweile die Wahl zwischen vielen unterschiedlichen Systemen. Soll man sich für Solarwärme, Pelletsheizung, eine Wärmepumpe oder einen Brennwertkessel entscheiden? Derzeit liegen Brennwertkessel für Gas oder Öl besonders im Trend, die bei einem Austausch sämtlicher Geräte und Kessel in Deutschland eine Energieeinsparung von an die 20 Prozent bewirken würden. Bei dieser Technik wird auch der im Abgas befindliche Wasserdampf mittels eines Abgaswärmetauschers zur Energieerzeugung eingesetzt. Das entstehende Kondensat wird über eine Leitung zum Abwasserrohr geführt. Bei Öl-Brennwertkesseln fallen die Anschaffungskosten aufgrund des Schwefelanteils im Heizöl, das besondere Materialeigenschaften erforderlich macht, etwas höher aus als bei Gas-Brennwertkesseln.

  • 1 Kilogramm Pellets entspricht einen halben Liter Heizöl

Bei einer Pelletsheizung macht man sich die Vorteile des nachwachsenden Rohstoffes Holz zunutze. Holzpellets werden aus naturbelassenem, getrocknetem Restholz mit einer Länge von fünf bis 45 mm Länge und sechs bis acht mm Durchmesser hergestellt. Der Heizwert eines Kilogramms Pellets entspricht dem eines halben Liters Heizöls. Eine Pelletsheizung ist CO2-neutral, erfüllt die Anforderungen eines Primärenergienachweises nach EnEV und genügt den strengen Bedingungen von Förderprogramme für die Sanierung von Altbauten und Heizungserneuerung.

 

Bei Wärmepumpensystemen wird ein Teil der in der Erde, in der Luft oder im Wasser vorhandenen Wärme gesammelt und in Heizungswärme umgewandelt. Speziell für Altbauten gibt es verschiedene Systeme, die sich besonders günstig mit anderen wärmeerzeugenden Systemen kombinieren lassen.

  • Fachmänner verfügen über das entsprechende Know-How

Die EnEV schreibt Heizungsmodernisierungen für veraltete (vor dem 1.10.1978 eingebaute oder erneuerte) Heizungsanlagen in bestimmten Fällen vor. Vor Modernisierungsmaßnahmen sollte man sich in jedem Fall eingehend beraten lassen. Energieberater, Schornsteinfeger sowie Heizungs- und Sanitärfachbetriebe verfügen über das entsprechende Know-How und geben kompetente Auskunft darüber, welche Technik sich für welches Gebäude am besten eignet.

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