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Estriche – Alles über Estrich


Estriche

Estriche – Start der Artikelserie

Estrich war schon den Römern bekannt

Artikelserie über Estriche Teil1

In den nächsten Wochen erhalten Sie auf meinem Blog zahlreiche weitere Informationen über Estriche unterschiedlichen Estricharten und deren Anwendungsmöglichkeiten. Sie erfahren mehr über

 

1.0 Zemenstestrich

2.0 Anhydritestrich

3.0 Trockenestrich

4.0 Fließestriche

5.0 schwimmendem Estrich

6.0 Dämmung unterhalb der Estrichschicht

7.0 Wie Estriche verlegt werden sollten

8.0 Estriche für Fußbodenheizungen

9.0 Was tun bei Risse im Estrich

10. Kosten & Preise – Vorteile und Nachteile

Das Estrichrezept der Römischen Baumeister

Die römische Baukunst war und ist für ihren hohen Ausführungsstandard berühmt. Daher werden römische Baumeister oftmals die klassischen Ingenieure genannt. Ihr umfangreiches Wissen ist uns vor allem durch VITRUV’s Werk „Zehn Bücher über die Baukunst“ überliefert. Darin handelt er auch die Herstellung und Zusammensetzung eines guten Estrichs ab.

 

 Ein fachgerechter Unterboden wird für jeden Oberbelag benötigt

Auch in unserer heutigen Zeit hängt die Funktionalität und Schönheit eines Fußbodens in hohem Maße von der Beschaffenheit des Unterbodens ab. Ob es sich um Parkett oder Dielenböden handelt, um Naturstein- oder Fliesenbeläge (zur Artikelserie über Bodenfliesen & Bodenbeläge), um Teppichboden oder Laminat, sie alle benötigen einen soliden und fachgerecht ausgeführten Estrich als Unterboden. Welche Estrichart am besten geeignet ist, hängt dabei vom Einsatzort, von den Anforderungen an die Gestaltung und von dem jeweiligen Oberflächenbelag ab.

 

Vom Aufbau her unterscheidet man bei Fließestrichen grundsätzlich zwischen Verbundestrich und schwimmendem Estrich. Verbundestrich wird im Verbund mit der tragenden Konstruktion hergestellt und kommt im Wohnungsbau nur in untergeordneten Bereichen zur Anwendung, beispielsweise in Kellerräumen oder Garagen, wo er oftmals auch als unmittelbare Nutzschicht dient. Man kann ihn aber auch mit einer zusätzlichen Beschichtung oder einem Belag versehen. Grundsätzlich sind alle Estricharten als Verbundestrich geeignet, dabei beträgt die Estrichdicke je nach eingesetzten Materialien und Nutzungsart zwischen 20 und 70 Millimetern.

 

Ein schwimmender Zementestrich wird mit einer Hilti zerkleinert und entfernt

Ein schwimmender Zementestrich wird mit einer Hilti zerkleinert und entfernt

Kurze Informationen über schwimmendem Estrich

Unter einem schwimmendem Estrich versteht man einen Estrich, der über einer Dämmschicht eingebaut wird. Er wird zusätzlich durch eingebaute Rand-Dämmstreifen von den Wänden abgekoppelt. Diese „schwimmende“ Einbauart dient vor allem der Verbesserung der Trittschalldämmung. Für die Herstellung von schwimmenden Estrichen können ebenfalls grundsätzlich alle Estricharten verwendet werden. Die Dämmung besteht aus Dämmstoffen mineralischer oder pflanzlicher Herkunft oder aus Schaumkunststoffen. Den Anforderungen entsprechend kann eine Trittschalldämmung ein- oder mehrlagig eingebracht werden. Auch ist eine kombinierte Wärme- und Trittschall-Dämmung aus zwei Einzellagen möglich. Um die Dämmung gegen Feuchtigkeit zu schützen, werden spezielle Folien oder Bitumenpapier eingebracht. Die Estrichdicke hängt hier von der Dicke der Dämmung und ihrer Beschaffenheit sowie vom späteren Bodenbelag ab und beträgt bei Gussasphalt mindestens 20 Millimeter, bei Zement- und Anhydritestrich mindestens 35 Millimeter.

 

 Kurze Informationen über Trockenestrich

Als Trockenestrich bezeichnet man vorgefertigte Elemente in Form von Platten auf Gips- oder Holzbasis. Trockenestrich bietet den Vorteil, dass anders als bei Fließestrichen  keine Wartezeiten durch das Austrocknen zu beachten sind. Auch wird durch die Elemente keine zusätzliche Feuchtigkeit ins Haus gebracht. Zu den Nachteilen dieser Verlegeart gehört, dass der Untergrund absolut eben sein muss während Fließestrich kleiner Unebenheiten mit Leichtigkeit ausgleichen kann. Ob man sich für die eine oder die andere Variante entscheidet, hängt von der jeweiligen Einbausituation ab.

 

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2 Kommentare
  1. Hallo
    durch verschiedene Arten wie nicht dichte Silikonfugen, oder Silikon statt Fugenzeug ist bei uns beim Duschen seit 2007 immer von uns nicht bemerkt Wasser unter die Fliesen geflossen, wir haben das Oberflächenwasser vom Duschen sofort nach dem Duschen getrocknet und abgeputzt.Alles von Baufirma machen lassen. Nu bemerkten wir hohle Fliesen und das einige sich hochschoben. Wir haben mittlerweile alle Bodenfliesen entfernt, und man kann Wassserränder auf den Fliesen sehen und es ist an einigen Stellen feucht. An einer Stelle muss etwas mehr Wasser gestanden haben, dort ist der Anhydritestrich bröselig, so in etwa Apfelgross. Nu trocknen wir gerade mit Fussbodenheizung. Reicht es aus diese kleinen Löcher wieder zu füllen? Anschließend schleifen usw.? Wir würden diesmal gerne einen Bodenbelag ohne Fugen bevorzugen so in der Art Terazzo oder ähnlich, wäre das möglich?
    Danke für Ihre Antwort.

    • Hallo Conny,
      das klingt nach Ärger. Denn ein Anhydritestrich wegen der Gipsanteile) hat normalerweise nichts in einem Feuchtraum zu suchen. Haben Sie denn eine begehbare und verflieste Bodenfläche in der Dusche? Dann würde ich den Anhydrit komplett entfernen. Denn wenn dieser Feuchtigkeit zieht, wird er mürbe und der obere Belag löst sich von dem Estrich. Ich würde erstmal das Problem mit dem Anhydrit lösen, bevor man sich weitere Gedanken macht.
      FG

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