Hausbau 1962

Hausbau 1962

Vor dem Hausbau ist es wichtig zu wissen, welche Kosten auf einen zukommen.

Was kostet mein Hausbau?

Wer sein neues Eigenheim von einem Bauträger errichten lässt, bekommt einen verbindlichen Festpreis genannt, der sich nach der Lage, der Grundstücksgröße, der Grundfläche des Hauses und seiner Ausstattung richtet. Für eine grobe Kalkulation kann man bestimmte annähernden Kostenschätzungen verwenden, die den zukünftigen Hausbesitzern schon von vornherein eine Vorstellung davon geben, mit welchen Kosten sie zu rechnen haben.

  • Keine einheitlichen Grundstückspreise

Nach der Lage des neuen Eigenheimes richtet sich der Grundstückspreis, der einen wesentlichen Teil des gesamten Kaufpreises für ein neues Haus ausmacht. Wer kein Grundstück besitzt, muss diesen Kostenfaktor also berücksichtigen. Eine einheitliche Größe für Grundstückspreise gibt es nicht, die Werte schwanken zwischen weniger als 100,- Euro pro Quadratmeter in ländlichen Regionen bis hin zu mehr als 500,- Euro pro Quadratmeter in den Toplagen einiger Städte.

 

Für eine Kostenschätzung des Wohngebäudes gibt es ebenfalls Richtwerte, mit deren Hilfe man entweder über den Quadratmeter Nutzfläche oder über den Kubikmeter umbauten Raum die Kosten annäherungsweise ermitteln kann. Je nach Ausstattung kann man von einem Preis pro Quadratmeter zwischen 1.100,- Euro und 1.700,- Euro inklusive 19% Mehrwertsteuer ausgehen. Legt man das Volumen des Bauvorhabens zugrunde, rechnet man mit einem Preis von 250,- Euro und 350,- Euro pro Kubikmeter umbauten Raumes, inklusive Mehrwertsteuer. Die so ermittelte Summe bezieht sich auf die reinen Kosten für die Gebäudeerrichtung, also ohne Außenanlagen und Baunebenkosten.

  • Mit Eigenleistung die Hausbaukosten senken?

Will man Kosten beim Hausbau einsparen, muss man sich eingehend darüber informieren, in welchen Bereichen durch Änderungen bei der Planung Geld gespart werden kann. Einige Bauherren rechnen mit erheblichen Einsparungen durch Eigenleistungen, doch in der Praxis zeigt sich häufig, dass die hierdurch erwartete Kostenersparnis vielfach überschätzt wird. Um beispielsweise 10.000 Euro durch Eigenleistung einzusparen, müssen mindestens 1.000 Stunden Handwerksleistung selbst erbracht werden. Hierdurch verlängert sich die Bauzeit erheblich. Zudem kann es zu Problemen bei der Abgrenzung der Gewährleistung mit anderen Handwerkern kommen.

  • Nebenkosten beim Hausbau nicht unterschätzen

Bei einer Kostenschätzung sollten die Nebenkosten nicht übersehen werden, die beim Hausbau entstehen. Die Grunderwerbssteuer beträgt dreieinhalb Prozent des Grundstückspreises. Bei den Kosten für die Baugenehmigung rechnet man mit 0,2 Prozent der Bausumme. Die Ingenieurleistung von Vermessern, Architekten und Projektleitern schlägt sich mit 12 bis 15 Prozent der Baukosten zu Buche. Die Anschlusskosten an öffentliche Versorgungskosten betragen je nach Bauplatz einige Tausend Euros. Die Bereitstellungs- und Bauzinsen betragen zwei bis drei Prozent pro Jahr. Baustrom, -wasser und –entsorgung kosten etwa 0,6 Prozent der Bausumme. Der zu entrichtende Betrag für die Bauwesenversicherung beträgt einmalig mindestens 150 Euro oder 0,14 Prozent der Bausumme, bei der Bauherrenhaftpflichtversicherung sind es einmalig mindestens 67 Euro oder 0,05 Prozent der Bausumme.

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Hallo, mein Name ist Thomas Fieber. Ich bin der Webmaster dieser Seite und selbstständiger Fliesenlegermeister. Sie finden mich auch auf Thomas Fieber Google+
2 Kommentare
  1. Interessanter Beitrag.

    Vor allem im Bereich der Eigenleistungen unterschätzen sich viele Bauherren/innen. Nicht nur was die Mehrstunden (Bauzeitverlängerung) anbelangt, sondern auch was das fachliche Wissen angeht. Z.B. ein Plättli-Leger (Fliesenleger) erlernt seinen Beruf ja in mehrere Jahren. Da sind viele Tricks und Kniffe die ein Laie oft nicht kennt.

    • Hallo Herr Lack,
      da kann ich Ihnen zustimmen. Die Fliesenlegerarbeiten werden oft nicht richtig eingeschätzt. Auch von Firmen die zusätzlich Fliesenarbeiten anbieten. Man sieht das auch an den Zahlen der Reklamationen in den zurückliegenden Jahren, die laut Gutachter seit dem Wegfall der Meisterpflicht erheblich gestiegen sind.

      Gibt es denn in der Schweiz auch einen Meisterbrief?

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