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Wirksame Dämmung von Altbauten


Wärmedämmung im Altbau

Wärmedämmung im Altbau

Rund drei Viertel aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor 1978 ohne Wärmedämmung und ohne Dampfsperre gebaut.

Verglichen mit modernen Gebäuden verbrauchen sie ein Vielfaches an Heizenergie, und ein jährlicher Verbrauch von 20 Liter Heizöl oder 20 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter sind bei Altbauten keine Seltenheit.

  • 50 Prozent Energie einsparen

Durch fachgerechte Wärmedämmung lassen sich durchschnittlich 50 Prozent der erforderlichen Energie zum Heizen einsparen. Da Gebäude einer langen Nutzungsdauer unterliegen, sind wärmedämmende Maßnahmen eine lohnende Investition, insbesondere wenn sie im Zuge ohnehin anfallender Erneuerungen ausgeführt werden.

  • Den Wert eines Altbaus steigern

Eine ausreichende Dämmung ist Grundvoraussetzung, wenn man Energie einsparen möchte. Ziel jeglicher Modernisierungsmaßnahme ist die Begrenzung des Wärmedurchgangs von Dächern, Decken und Fußböden sowie Außenwänden. Auf diese Weise spart man nicht nur an den Heizkosten, man verbessert auch das Raumklima und damit die Wohnbehaglichkeit. Gleichzeitig steigert man den Wert eines älteren Hauses oder einer Altbauwohnung. Zudem wird die Umwelt durch die Verminderung des Ausstoßes von CO2 entlastet.

  • Anbringen einer Dampfsperre ist erforderlich

Bei Altbauten entweicht besonders viel Wärme über das Dachgeschoss, weshalb sich eine fachgerechte Dämmung

Anbringen einer Dampfsperre

Anbringen einer Dampfsperre

hier besonders deutlich auswirkt. Um den Standard eines Niedrigenergiehauses zu erreichen, sind je nach Baustoff etwa 22 bis 24 cm Dämmstärke erforderlich. Soll ein Steildach ohnehin neu eingedeckt werden, bietet sich eine Einbringung der Wärmedämmung auf dem Dachboden oberhalb der Sparren an, die auf diese Weise raumseitig sichtbar bleiben können. Bei einer Dacheindeckung, die noch intakt ist, kommt die Anbringung der Dämmung unter der Sparrenlage in Frage. Nachteil dieser Ausführung ist, dass lichte Höhe und damit Wohnraum verloren geht. Je nach Sparrendicke und verwendetem Dämm-Material kann auch eine Zwischensparren-Dämmung erfolgen. Aufgrund der vielen Sparrenanschlüsse und Fugen können bei diesem Dämmsystem jedoch Wärmeverluste auftreten. In jedem Falle sind die Anbringung einer Dampfsperre zum Raum hin und der Einbau einer Unterspannbahn erforderlich, der die Dämmung vor Feuchtigkeit und Windstössen schützt.

Tipp: Das anbringen der Dampfsperre sollte auch im Deckenbereich bei einer Badsanierung und vor gedämmten Dachschrägen im Wohnbereich erfolgen.

  • Einfachverglaste Fenster sollten auch ausgetauscht werden

Die Dämmung von Fassaden ist am leichtesten von außen zu realisieren. Häufig verwendet werden Wärmedämmverbundsysteme aus Mineralwolle, Polystyrol oder Polyurethan. Für die Erlangung des Niedrigenergiehaus-Standards sind je nach Wandaufbau und Dämm-Material mindest zwölf Zentimeter Stärke erforderlich. Wichtig ist die Vermeidung von Wärmebrücken. Im Rahmen von Fassadensanierung sollte der Austausch der Fenster ebenfalls in Betracht gezogen werden. Zumindest, wenn der Bestand noch einfachverglaste Fenster und/oder Türen aufweist, macht eine aufwendige Dämmung ohne gleichzeitige Auswechslung dieser Bauteile wenig Sinn.  Auf die Abdichtung der Fugen zwischen Rahmen und Wand ist ebenfalls besonderes Augenmerk zu legen.

  • Dämmung aus Hartschaumplatten für Kellerwände

Bei Kellern ist eine nachträgliche Dämmung der Außenwände sehr aufwändig und wird daher normalerweise nur durchgeführt, wenn aufgrund eines Schadens durch eindringende Feuchtigkeit die Kellerwände freigelegt werden müssen. In diesem Falle wird eine bituminöse Abdichtung und anschließend eine Dämmung aus Hartschaumplatten aufgebracht. Wesentlich einfacher und ebenfalls effektiv ist die Dämmung der Kellerdecke von unten mit Dämmplatten in einer Stärke von sechs bis zehn Zentimetern. Dies ist leicht auch in Eigenleistung zu realisieren.

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