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Schimmelbildung am Fenster


Schimmel am Fenster

Wenn man Schimmelstellen in der Nähe des Fensters entdeckt, kann falsches Lüftungsverhalten die Ursache sein. Der Befall könnte auch auf Wärmebrücken in der Umgebung des Fensters hinweisen.

Schimmelpilze treten immer dort auf, wo sie die besten Lebensbedingungen finden. Feuchtigkeit spielt eine wesentliche Rolle dabei. Bei einem ständig gekippten Fenster weist die Wand- oder Deckenoberfläche im Winter in der Nähe des Fensters eine geringere Oberflächentemperatur auf als im Rest des Raumes. Die warme Innenraumluft strömt beständig in Richtung des geöffneten Fensters, mit ihr wandert die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit in dieselbe Richtung. Warme Luft jedoch kann mehr Wasser binden als kalte. Wenn die warme Luft nun an den kühleren Bauteilen in Fensternähe vorbei streicht, schlägt sich das in ihr enthaltene Wasser an der Oberfläche der Leibungen, auf der Fensterscheibe und der Fensterbank nieder.

Info: Dieses ist der 5 Teil der 10 teiligen Artikelserie. Zum 4 Teil: Echter Hausschwamm muss schnellstmöglich bekämpft werden

Tauwasser am Fenster kann zu Schimmelbildung führen

Ähnlich ist der Vorgang, wenn Außenwände oder Teile von ihnen nur unzureichend gedämmt sind. Die in der Zimmerluft enthaltene Feuchtigkeit schlägt sich als Tauwasser auf den kühlen Stellen nieder. Umher schwirrende Schimmelpilzsporen finden auf solchen Stellen gute Plätze, um sich niederzulassen und anzusiedeln. Auf diese Weise kommt es zur Ausbreitung von Schimmel am Fenster.

Querlüftung zwei gegenüberliegender Fenster

Wenn es sich um falsches Lüftungsverhalten handelt, kann ein erneuter Befall nach einer gründlichen Entfernung der vorhandenen Pilzansiedelungen durch eine Verhaltensänderung relativ leicht vermieden werden. Im Winter sollten Fenster zwei bis viermal täglich etwa fünf bis zehn Minuten lang vollständig geöffnet werden, in der wärmeren Jahreszeit entsprechend länger. Eine Querlüftung mit zwei gegenüberliegenden Fenstern ist besonders effektiv, eine Dauerlüftung auf Kippstellung dagegen verursacht die weiter oben beschriebenen Probleme.

Ein Hygrometer kann helfen

Auch kann die im Gebäudeinneren entstehende Feuchtigkeit nur abtransportiert werden, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur in den Räumlichkeiten. Wer die Fenster im Sommer in der Mittagshitze öffnet, sorgt dafür, dass mit der warmen Außenluft gleichzeitig noch mehr Feuchtigkeit in die Räume gelangt.

 Ein einfaches Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser) hilft dabei, die relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zu beobachten. Diese sollte im Normalfall zwischen 50 und 65 Prozent liegen. Wenn die relative Luftfeuchte ständig 80 Prozent oder mehr beträgt, finden Schimmelpilze ideale Wachstumsbedingungen vor. Falls dies trotz richtigem Lüften der Fall ist, kann das Problem auch an der dauerhaft zu niedrigen Raumtemperatur liegen. Falls die Temperatur nur in der Nähe der Außenbauteile niedrig ist, liegt wahrscheinlich ein baulicher Mangel vor. Den Ursachen für erhöhte Feuchte in Innenräumen sollte immer auf den Grund gegangen werden, um die Ursachen für die Bildung von Schimmel am Fenster dauerhaft beseitigen zu können.

 

Im nächsten Artikel dieser Artikelserie erfahren Sie mehr über Schwarzstaub und Fogging Effekt


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